Seminar: Von Paik bis Punk. Videokunst mit Fokus auf Gegenkultur und Kunstvermittlung

Bild: Akiko Hada / Holger Hiller: Ohi Ho Bang Bang: The Two (1988), Videostill
Bild: Akiko Hada / Holger Hiller: Ohi Ho Bang Bang: The Two (1988), Videostill

Zeitbasierte Medien sind aus der aktuellen Kunst nicht wegzudenken. Dies legt nahe, sich sowohl intensiv mit konkreten zeitbasierten künstlerischen Positionen als auch mit Fragen nach ihrer Vermittlung auseinanderzusetzen. Dass Videokunst in Deutschland bereits in den 1960er Jahren mit zerschlagenen Klavieren und gestapelten Fernsehgeräten (Nam June Paik) begonnen hat und ihr Weg in die Kunst (aus anderen Gründen) ein recht beschwerlicher war, kann aus gegenwärtiger Perspektive in Vergessenheit geraten. Video ist – damals wie heute – ein für Gegenkulturen aller Art zentrales Medium und Gegenkulturen und politisch arbeitende Kollektive sind wiederum für die Kunst von elementarer Bedeutung. Im Seminar geht es um die Frage, wie Video von seinen Anfängen bis heute als Gestaltungsmedium verwendet wurde und welche Utopien damit jeweils verbunden waren und sind. Es vermittelt einen Einblick in zahlreiche videokünstlerische Positionen und richtet den Blick zugleich auf die Schnittstellen zwischen Performance, Videokunst und Musikvideo, an denen Punk, Underground und Alternativkultur eine besondere Rolle spielten. In diesem Zusammenhang bietet das Seminar auch einen Einblick in filmkuratorische Arbeitsprozesse wie auch die Möglichkeit, wichtige Institutionen aus NRW für die Vermittlung von Video- und Medienkunst kennenzulernen (z.B. Stoschek Collection, Stiftung imai, Videonale).


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 no2011117095/