Die Themen Drogen, Sucht und Rausch sind in den Medien omnipräsent. Das Spektrum reicht von der Verherrlichung von Drogenexzessen über aufklärerische Dokumentationen bis hin zu Elendsvoyeurismus. Suchtgeschichten sind oft zugleich die Geschichte einer Suche. Was kennzeichnet ihre Protagonisten und welche (wiederkehrenden) Dramaturgien lassen sich erkennen? Während der Begriff der Sucht negativ konnotiert ist, verhält es sich mit dem Zustand, der eine solche zur Folge haben kann, anders: Der Rausch als anderer Wahrnehmungsmodus diente zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern zur Inspiration und wurde als Möglichkeit einer Loslösung von erlernten Konventionen, als Rückkehr zu den Ursprüngen und als entfesselnde Quelle kreativen Schaffens mitunter verherrlicht. Wo der Versuch unternommen wird, Rausch medial zu erfassen, führt dies zu hochinteressanten literarischen, visuellen und audiovisuellen Experimenten, von denen das Seminar einige in den Blick nimmt.

 

 

 

 

Dr. Jessica Nitsche

Universität Paderborn

Lehrbereich Kunst / Medienästhetik (Visuelle und Neue Medien)

Warburger Str. 100

33098 Paderborn

jessica.nitsche@uni-paderborn.de