Seminar: Video - Videokunst - Musikvideo seit 1965

Videotelefonie in den 1990er Jahren
Videotelefonie in den 1990er Jahren

Bereits in den 1960er und 1970er Jahren hat man begonnen, innerhalb der bildenden Kunst mit Video zu experimentieren (Nam June Paik, Ulrike Rosenbach). In den 1980er Jahren wiederum hat sich Video zu einem Massenmedium entwickelt. Man spricht bezogen auf diese Zeit in Deutschland von einem regelrechten ‚Videoboom‘. Neben den flächendeckend entstehenden (und inzwischen wieder verschwundenen) Videotheken, die der breiten Öffentlichkeit jenseits von Kino und Fernsehen eine neue Zugänglichkeit zu Filmen ermöglichten, entstanden zugleich neue Möglichkeiten der kreativen Nutzung von Videotechnik im privaten, politischen und künstlerischen Bereich. Im Seminar geht es um die Frage, wie Video als neues elektronisches Gestaltungsmedium verwendet wurde wie auch darum, welche Utopien damit verbunden waren. Einen Schwerpunkt bildet die Verwendung von Video im Feld der Kunst, da die Möglichkeiten der Videoästhetik hier in besonderem Maße und auf sehr vielfältige Weise ausgereizt wurden und werden. Das Seminar vermittelt einen Einblick in zahlreiche videokünstlerische Positionen und richtet den Blick zugleich auf die Schnittstellen zwischen Performance, Videokunst und Musikvideo. Um sich mit Videoästhetik im künstlerischen Bereich vertraut zu machen, wird mit dem Onlinekatalog der in Düsseldorf ansässigen Stiftung imai gearbeitet, in dem zahlreiche künstlerische Positionen systematisch recherchiert und vollständig gesichtet werden können (https://www.stiftung-imai.de/videos/online-archiv). Das Seminar bietet schließlich auch Gelegenheit, einige wichtige Institutionen für die Vermittlung und den Vertrieb von Video- und Medienkunst kennenzulernen.

 

 

 

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