Jessica Nitsche (Dr. phil.) ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung imai - inter media art institute, Düsseldorf.

 

Schwerpunkte in Lehre und Forschung (Auswahl): Medienkunst / Videokunst;  Konstellationen von Kunst, Politik und Diskurs; Geschichte und Theorie der Fotografie und des Films; das Dokumentarische und dokumentarische Strategien in den Künsten; Walter Benjamin.

 

Forschungsprojekte:

 

Das Dokumentarische (denken). Performative und politische Dimensionen des Dokumentarischen im Feld der Kunst (Arbeitstitel)

 

235 Media. Über Produktionsbedingungen, Ökonomisierung und Internationalisierung von Medienkunst (Arbeitstitel) Mehr

 

Aktuelles:

CFP: Relationen. Essays zur Gegenwart. Berlin: Neofelis Verlag

(hg. v. David Jünger, Jessica Nitsche und Sebastian Voigt)         

 

Jessica Nitsche / Nadine Werner (Hg.):

Burkhardt Lindner: Studien zu Benjamin.

Berlin: Kulturverlag Kadmos,

lieferbar seit Juni 2016

 

 

Links hatte noch alles sich zu enträtseln heißt ein Band über Walter Benjamin, den Burkhardt Lindner 1978 herausgab. Zu dieser Enträtselung hat er selbst wie kaum ein anderer beigetragen – ohne je vollständige Enträtselbarkeit zu behaupten. Die Auswahl der in diesem Band versammelten Studien zu Benjamin gibt Einblick in Lindners umfängliche Forschung und damit zugleich in die Geschichte der Benjamin-Rezeption der letzten 40 Jahre. Das Spektrum der Beiträge reicht von politischen über ästhetische Fragestellungen bis hin zur Fokussierung von Schreib­prozess und Mate­rialität.

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Buchvorstellung und Podiumsgespräch am 28.02.2017 im Mousonturm, Frankfurt am Main, in Kooperation mit dem Philosophischen Kolloquium: Kritische Theorie

Fotos: Sebastian Pleuse. Buchvorstellung und Podiumsgespräch am 28.06.2016 im Brecht-Haus, Berlin  

2016

 

Waiting in Video Art. Ein Screening der Stiftung imai im Rahmen der Konferenz Waiting as cultural practice, 21.05.2016, Universität Paderborn

 

Bild: Myriam Thyes: Stranded in Malta (2008), Videostill 

Relationen. Essays zur Gegenwart, im Neofelis Verlag 2016

(hg. v. David Jünger, Jessica Nitsche und Sebastian Voigt)          

 

Gerald Lind / Doris Pany (Hg.): Ambivalenzraum Universität (Bd. 4, lieferbar seit Januar 2016),

 

Nora Weinelt: Minimale Männlichkeit. Figurationen und Refigurationen des Anzugs (Bd. 5)

 

Marcus Termeer: Menschen mit fremden Wurzeln in hybriden Stadtlandschaften. Versuch über Identität und Urbanität im Postfordismus (Bd. 6)

 

Besprechungen (Auswahl): Gudrun Pichler: Zwischen Herrschaft und Freiheit, 15.06.2016, on.uni-graz.at

 

VIDEO BOX: Ich bin Punk – Selbstermächtigungen in den 1980er Jahren

am 13. April um 19 Uhr im Haus der Universität Düsseldorf 

 

 

Die Verortung von Punk führt unmittelbar nach Düsseldorf. Im Umfeld des Ratinger Hofs entwickelte sich Anfang der 1980er Jahre eine umtriebige Szene, in der – nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe zur Kunstakademie – Punk und Kunst miteinander in Beziehung traten. Punk war eine Bewegung der ‚do-it-yourself‘-Kultur und der unverblümten Selbstermächtigungen. Das Bekenntnis zum ‚genialen Dilletantismus‘* setzte – gepaart mit den damals neuen Medientechnologien – eine unglaubliche Kreativität frei. Unter dem Motto ‚lieber zu viel als zu wenig‘ wurde gefilmt, Musik gemacht, geschrieben, fotografiert und gefeiert. Die VIDEO BOX Ich bin Punk blickt zurück auf die Bilder, Orte und das Lebensgefühl jener Zeit. Mit Arbeiten von Trini Trimpop und Muscha, Strafe F.R., Kain Karawahn, Akiko Hada und Holger Hiller, Norbert Meissner und Klaus Maeck.

 

* zitiert nach: GROSSE UNTERGANGSSHOW. Festival genialer Dilletanten, 4. September 1981 

* Bild: Akiko Hada / Holger Hiller „Ohi Ho Bang Bang: The Two“ (1988), Videostill

 

 

VIDEO BOX: Different Shootings

am 12. Februar um 19.30 Uhr im Haus der Universität Düsseldorf

 

Das Videoprogramm Different Shootings widmet sich dem spannungsreichen Zusammenspiel von Fotografie und Bewegtbild in der Videokunst. Fotografien, die in das zeitbasierte Medium des Videos integriert werden, schaffen Unterbrechungen, wecken spezifische Assoziationen und erzeugen mediale Selbstreferenzen. Stillstand und Bewegung stehen sich einander gegenüber und verschiedene Zeitlichkeiten kommen ins Spiel. Das Screening rückt in den Blick, was sich ereignet, wenn Fotografie und Video in Wechselwirkung zueinander treten. Grenzen und deren Überschreitungen kommen darin medial wie auch inhaltlich zum Tragen.

Mit Arbeiten von Robert Beriou, Paul Garrin, Patricia Hoeppe, Robert Cahen und Thomas Kutschker.

 

2015

Mit dem Tod tanzen. Tod und Totentanz im Film. Berlin: Neofelis Verlag 2015

 

Wenn es eine Tätigkeit gibt, die in besonderem Maße Leben und Lebendigkeit symbolisiert, so ist es der Tanz. Was aber, wenn es nicht die Lebenden sind, die tanzen, sondern die Toten? Das Motiv des Totentanzes kann auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken. Der vorliegende Band hat einen spezifischen medialen Fokus gewählt: den Film. Filmische Darstellungen von Totentänzen sind so alt wie das Medium selbst und lassen sich bis in die Gegenwart weiterverfolgen. Wie der Film dieses traditions­reiche Motiv fortschreibt, es verändert und umwendet und wie er dafür sein (audio)visuelles wie auch erzählerisches Potential nutzt, untersucht dieses Buch an vielfältigen Beispielen aus der Filmgeschichte. Diese reichen vom expressionistischen Stummfilm der 1920er bis ins Hollywoodkino der 2010er Jahre, vom Dokumentar- und Trickfilm bis hin zu Videos aus dem Kontext der zeitgenössischen Kunst. Erkundet werden u. a. Filme von Fritz Lang, Walt Disney, Sergei Eisenstein, Pier Paolo Pasolini, Terence Malick, Quentin Tarantino, Wim Wenders und Lars von Trier in Beiträgen von Andreas Becker, Mariaelisa Dimino, Silke Hoklas, Susanne Kaul, Felix Lenz, Jean-Pierre Palmier, Tim Pickartz, Viola Rühse, Daniel S. Ribeiro, Bernd Schneid und Anke Zechner. Mehr

Besprechungen: www.nachdemfilm.de (Judith Ellenbürger, 2015); MEDIENwissenschaft  (Sabine Planka, 2016)

 

Buchreihe: Relationen. Essays zur Gegenwart im Neofelis Verlag 2014 / 2015:           

 

Miriam N. Reinhard: Von der Schwelle. Diana. Ihr eigener Tod in der Ordnung der Anderen

(Bd. 1

 

Jonas Nesselhauf / Markus Schleich (Hg.): Gegenwart in Serie. Abgründige Milieus im aktuellen Qualitätsfernsehen (Bd. 2)

 

Micha Brumlik: Wann, wenn nicht jetzt? Versuch über die Gegenwart des Judentums   

(Bd. 3)

Besprechungen (Auswahl): von Moshe Zimmermann in: SEHEPUNKTE, Ausgabe 16 (2016), Nr. 9; Stephan Grigat: Versuch über die Beendigung des Zionismus. Micha Brumliks Buch "Wann, wenn nicht jetzt? In: Jungle World Nr. 24, 16. Juni 2016; Irmela von der Lühe: Gegen Mythopolitik und Ethnographie. Micha Brumliks Plädoyer für eine konstitutionelle Utopie, 06. Juni 2016, www.literaturkritik.de


Kontakt:

Dr. Jessica Nitsche

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D-40479 Düsseldorf

jn@imaionline.de